Hanspeter Dähler
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CH-4500 Solothurn
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Aktuelle Ausstellung / Recent Show:

Tina Dietz

transit

10. Dezember 2011 - 4. Februar 2012

Nude 4

2011, fine art print,

hahnemühle photo rag

35 x 24 cm

Nude 7

2011, fine art print,

hahnemühle photo rag

35 x 24 cm

Silberbaum

Inkjet, Blattsilber, Buche

10 x 10 cm

Silberbaum

Inkjet, Blattsilber, Buche

10 x 10 cm

Silberbäume

Inkjet, Blattsilber, Buche

10 x 10 cm

Ich arbeite mit dem Medium Fotografie, da ich die Realität als notwendige Basis für meine Arbeiten sehe. Ich inszeniere meine Bilder nicht, da mir die Wirklichkeit ausgesprochen wichtig ist; aber sie geht tiefer als das Licht, das von der Oberfläche der Dinge reflektiert und von der kamera eingefangen wird. So kombiniere ich meine Fundstücke und versuche sichtbar zu machen, welche Möglichkeiten dieses Rohmaterial beinhalten kann. Ich gestalte bildhafte Einheiten, die aus Mosaiksteinen der tatsächlichen Welt zusammengesetzt sind. Vielleicht ist meine Arbeit vergleichbar mit der eines Malerin, aber ich male mit Abdrücken der Realität und nicht mit Pigmenten.

Die Serie der "Nackten Wände" entstand in einem Museum während der Phase der Renovation. Die Faszination, die von diesen leeren Wänden ausging, die seit über 200 Jahren Träger für Kunstwerke waren, welche jetzt Schicht für Schicht blossgelegt waren, wollte ich vergrössert darstellen. Es entstanden bis zu 3,5 m lange Bilder aus jeweils einer einzigen Aufnahme, zusammengesetzt und kombiniert, so dass sich Ecken, Kanten und Schattierungen ergaben, die in der Realität so niemals existieren würden.

Durch die Suche nach weiteren Räumlichkeiten mit ähnlicher Intensität entstand die Serie "Nudes". Darstellungen nackter Körper verschmelzen mit Wänden von Museen, Kirchen und Klöstern. Sinnlichkeit fliesst wie gedankenfragmente in diese Wände ein, sie sind da und doch nicht., sie spannen einen Bogen zwischen der Präsenz der Körper und bis zu 2000-jähriger Geschichte. Sie werden zu zeitlosen, flüchtigen Ideen, Wünschen, Vorstellungen. Die klassischen Posen der Darstellerinnen und Darsteller sind bewusst gewählt, sie sind in unserem Bildgedächtnis verankert und verstärken dieses Déjà-vu, welches die Räumlichkeiten ausstrahlen, auf deren Wänden sie jetzt präsentiert werden. Sinnlichkeit verschmilzt mit Struktur, Zeitlosigkeit mit realer Lebendigkeit.

Tina Dietz