Hanspeter Dähler
Schaalgasse 9
CH-4500 Solothurn
tel/fax +41 (0)32 621 38 58

Öffnungszeiten
Do/Fr 15.00-19.00
Sa 14.00-17.00
und nach Vereinbarung


e-mail: info(at)kunstforum.cc

Gundi Dietz

Badende

2008, Porzellan / Porcelain

27 cm

Silvie

2007

Porzellan / Porcelain

50 cm

Liegende

2008, Porzellan / Porcelain

24cm

Lente

2008, Porzellan / Porcelain

32 cm

Fliegenbiss

2007, Porzellan

H 37 cm

Kopf

2008, Porzellan / Porcelain

h 14 cm

1942 geboren in Wien, Oesterreich
1966-69 Studium der keramischen Plastik, Hochschule für Angewandte Kunst, Wien
1969-70 Meisterklasse für Gestaltungslehre
seit 1973 freischaffend
1982 Ausbildung zur Maskenbildnerin in Berlin
Auszeichnungen:
1982 Preis des Landes Niederösterreich
1983 Preis der Stadt Wien
1993 Silberne Ehrennadel des Landes Niederösterreich
2001 Verleihung des Berufstitels " Professor " im Wiener Bundeskanzleramt

Ausstellungen / Exhibitions: 1975 Galerie am Graben, Vienna/A
1976 Künstlerhaus, Vienna/A
1979 Keramik Museum, Budapest/Hungaria
1979 Tiffani, New York/USA
1980 Museum Applied Arts, Vienna/A
1981 Galery van Boehlen, Amsterdam
1981 Gallery Terracotta, Groningen
1982 Galerie Schneider, Freiburg/CH
1982 Galerie am Graben, Vienna/A
1982 Galerie am Neumarkt 17, Zürich/CH
1983 Art Basel/Galerie Lang, Vienna/A
1985 Ankrum Gallery L.A./USA
1989 Konfrontationen/Messepalast, Vienna/A
1990 Keramion, Frechen/Köln/D
1991 Configura, Erfurt/D
1993 Künstlerbunker, Leverkusen/D
1995 EDO, Paris/F
1996 Museum of Contemporary Art, Taipeh/Taiwan
1996 Prefectural Art Museum, Saga/Japan
1997 Galerie bei der Albertina, Vienna/A
1997 Galerie KOV, Zürich/CH
1998 Galerie Marianne Heller, Heidelberg/D
1999 Kunstforum Kirchberg/CH
1999 European Ceramic, Nottinghampshire/England
2000 Keramion, Frechen/D
2000 Galerie Heiligenkreuzerhof, Vienna/A
2000 Stadtmuseum, Györ/Hungaria
2001 Landesgalerie-Schloß Mondsee/OÖ/A
2001 Biennale, Icheon-Museum/Korea
2001 Kunstforum Kirchberg/CH
2002 Galerie Menotti, Baden/A
2003 Künstlerhaus Wien/A
2003 Galerie Ingrith Desmeth, Heule/Belgium
2003 Galerie Kunstforum Kirchberg/CH
2003 Biennale, Icheon-Museum/Korea
2004 Landesmuseum, St.Pölten/NÖ/A
2005 Galerie Kunstforum Solothurn/CH
2005 Galerie Leslie Ferrin, Lenox MA, USA
2005 SOFA, NY/USA
2005 Biennale, Icheon/Korea
2005 Tong-In Gallery, Seoul/Korea
2006 IAC Exhibition, Riga/Latvia
2007 Galerie Kunstforum Solothurn/CH
2007 Galerie Elisabeth Michitsch, Vienna/A
2008 Galerie Artworks, Antwerpen/B
2008 Galerie Chiz, Pittsburgh, USA
2008 Galerie Kunstforum Solothurn/CH
2008 Biennale Exibition Xi'an/China
2008 Museo MAC Arte Contemporaneo Santiago/Chile
2008 Lineart Gent/Belgium
2009 Galerie van Campen & Rochtus Antwerpen/Belgium
2009 Galerie Arte Espazio Santiago/Chile
2009 Galerie Kunstforum Solothurn/CH
2009 Museum Bellerive Zürich/CH
Werke in öffentlichen Sammlungen /
Works in public collections:

Museum für angewandte Kunst, Wien / Cooper Hewitt, New York / Kunstgewerbemuseum, Prag / Frederico Fellini Center, Rom / Mary Guggenheim, Paris / Herbert von Karajan Center, Wien / Museum of Contemporary Art, Seoul / Grace Kelly Foundation, Monaco / Musée Ariana, Genf / Museum der Niederösterreichischen Landesregierung / Choson Royal Museum, Kwangju, Korea / Universität für angewandte Kunst Wien, Die Sammlung

Erinnerung an ein Gespräch

Du zeigst mir deine neuesten Arbeiten im Atelier. Hier eine liegende Figur, völlig entspannt hingegossen auf eine Fläche, fast angeschmolzen auf dem rohen Holz, weiter drüben eine andere auf dem gläsernen Tisch, weiter weg liegt eine wie verloren auf dem Fensterbrett. Jeder Platz ist ihnen gemäß, um sich einzufügen, ganz natürlich entfalten sie ihr Eigenleben. Ihre Ruhe teilt sich mit, strahlt aus, wird lebendig und gibt Kraft. Ein Zustand des Schwebens wird wahrnehmbar, äußerlich zurückgenommen ohne sichtbare Bewegung geht dennoch eine Spannung von ihnen aus, der man sich nicht entziehen kann. Du suchst, deinen Geschöpfen eine Befindlichkeit zu schaffen, ihnen eine Seele zu geben, ihnen eine innere Widersprüchlichkeit zu vermitteln, die herausfordert, die den Kontakt mit dem Betrachter sucht und ihm dabei immer neue Dimensionen ihrer Wesenhaftigkeit offenbart. Dabei ist es dir so wichtig, die richtige Balance zu finden zwischen der äußeren Erscheinung und ihrem Inneren. Erst dieses Lebendige in der toten Materie macht sie ja zu deinem „Geschöpf“. Du hast mit der Urform begonnen, einem noch ungestalten weichen, formbaren Stück Materie. Erst hast du ihm Gestalt, dann Ausdruck verliehen. Nun musste auch die Haut spürbar werden, ihre glatten und ihre rauen Stellen, die glänzenden und die matten. Mit der Nadel hast du sie geritzt, aber nicht als Verletzung, sondern um Zeichen zu setzen und einzuschreiben, damit das Wesen nicht nur einen Körper, sondern auch grafisch auf der Fläche die besondere Charakteristik erhält. Du folgst deiner Vision von der endgültigen, der vollkommenen Verbindung von Ausdruck und Erscheinung deiner Wesen. Dabei ist ein Weg zu gehen, dessen Ziel sich erst schrittweise offenbart. Eine innere Notwendigkeit zwingt dich zu immer weiteren Abwandlungen eines Typs. Jede Figur in diesem Prozess ist der vorhergehenden anverwandt und doch schon weiter fortgeschritten in der Annäherung zum Ideal. Aus derselben Wurzel treibt eine Reihe von Arbeiten, bis dien inneres Bild Wirklichkeit geworden ist. Dann aber ist das Thema abgeschlossen, eine Rückkehr, eine Reproduktion ist dir nicht mehr möglich. Du hast dich bereits einer neuen Idee ergeben. Sie steht mit geschlossenen Augen und horcht in sich hinein. Das Gesicht könnte einem Mann oder einer Frau gehören, auch der Körper ist nicht genau definiert. Ein Zwischenwesen, das Geschlecht spielt weniger eine Rolle, es genügt die Erkennbarkeit einer menschlichen Kreatur. Die Aufmerksamkeit richtet sich vor allem auf geistige Dimensionen, die in dem Wesen schlummern.

Erika Patka

Memories of a conversation

You show me your latest pieces in your studio. Here, a figure reclining on a surface in a state of complete relaxation, poured as though fused with the raw wooden board; another one on the glass table over there, and further away on the window sill, yet another, looking rather lost. Each one in its congenial place, quite naturally they reveal their inner lives, radiating vibrant calmness, a source of strength. Immobile, they hint at a state of levitation, with a discreet yet irrepressible tension emanating from them. You try to imbue your creations with feeling, giving them a soul, an inner tension that challenges and seeks a dialogue with the viewer and yet continually reveals new dimensions of their true nature. At the same time you work hard to achieve the right balance between the outward appearance of your figures and their inner lives. It is the aliveness within the dead matter that makes these figures your „creations.“ You started out with the arch-form, a shapeless, malleable piece of matter. First you gave it form, then expression. Finally its skin – its smooth and rough, shiny and dull places – had to become tangible. You scratched it with a needle, not to harm it but to mark it and to inscribe signs which give the physical creature its very own characteristics. In your creations you pursue your vision of the final, perfect combination of expression and appearance. The road you have to travel is one that only reveals itself step by step. An inner compulsion forces you to produce ever new variations of a type. Each figure emerging from this process is related to the preceding one, yet closer to the ideal. So a series of works grows from the same root until your inner image has blossomed completely. Then the subject is closed; there is no returning to it; the process cannot be reproduced. You have already yielded to a new idea. The figure stands with eyes closed, listening inwardly. The face could be that of a man or of a woman; the body is ambiguous, too. An in-between creation whose gender is irrelevant. What matters is that it should be identifiable as a human creature, our attention focused on its dormant spiritual dimensions.